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Wir heißen dich herzlich willkommen im You burn with us oder kurz Burn. Es freut uns, dass du hergefunden hast. Eigentlich ist das Burn schon fast ein Jahr alt, aber es wurde umgebaut und nun ein Neustart gewagt. Es handelt sich hier um ein Hunger Games RPG das nach Catching Fire gespielt wird. Wir wollen keine Spiele spielen, da dies nach Erfahrungen kompliziert wird und haben uns auch deswegen eher auf den dritten Teil der Panem Saga konzentriert. Es würde uns freuen, wenn auch du zu uns stoßen würdest! Bist du mindestens 16 Jahre und kennst dich ein wenig in der Panem-Welt aus? Dann schnapp dir einen unserer freien Charaktere! Oder du übernimmst ein Gesuch von einem User, wo du nur wenig wissen über die Welt von Panem haben musst.
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 Rebellion with no voice

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BeitragThema: Rebellion with no voice   Di Aug 05 2014, 00:22

Lavinia & Cressida
Nach der Party von Katniss & Peeta

Gestern war die Party um die Tour der Sieger einem glanzvollen Abschluss zu geben. Ich war den ganzen Abend in Trinkets Haus gewesen und hatte auf ihn gewartet. Als er nach Hause kam, war er in einer... aufgeräumten Stimmung und hatte mir gesagt, dass er mich morgen ab dem Morgen bis zum Abend nicht sehen wollte. Auf meine schriftliche Frage, was ich tun sollte, hatte der Mann barsch erwidert, dass ich eine Art freien Tag hätte. Ich könnte durch die Stadt gehen, in einen der Gärten und einfach nur den Tag genießen. Doch wenn es schlechtes Wetter geben sollte, dann sollte ich in meinem Zimmer bleiben und mich still verhalten. Ich hatte die ganze Nacht gehofft, dass es einen schönen Tag geben soll. Ich hatte Glück und so verschwand ich früh am Tag aus dem Haus. Trinket hatte mir sogar genug Geld gegeben, damit ich etwas Essen kaufen konnte oder irgendeine andere Vergnügung nachgehen.
Nachdem ich mir die Stadt angesehen hatte und mir ein bisschen was zu essen geholt hatte, ging ich in einen der Gärten. Ich suchte mir einen der ruhigeren Plätze und setzte mich auf die Wiese. Ich hatte mir ein Buch aus Trinkets Bibliothek geliehen und sah in den Himmel.

Ich hasste Snows Bluthund... Aber ich musste zugeben, dass ich es bei ihm besser hatte als bei anderen. Er schlug mich nicht, er kam mir auch nicht ungebührlich zu nahe. Prosper Trinket schrie mich nur hin und wieder an, wenn er wütend war aber das konnte ich aushalten. Ich stellte mich nicht nur stumm sondern auch taub. Ihm schien es nichts auszumachen... Er brauchte nur jemanden, den er anschreien konnte. Ich seufzte und sah mich. Ein Lächeln breitete sich auf meinen Gesicht aus als ich Cressida McCoy sah. Sie hatte früher oft gegen Snow gewettert und auch heute hatte sie noch etwas gegen den Präsidenten. Wahrscheinlich mochte sie auch meinen Brotherren nicht besonders. Ich hob die Hand und winkte der Frau.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Di Aug 05 2014, 00:58

Lavinia II Cressida

Das war er also. Unser kleiner Spotttölpel. Unsere Hoffnung auf Veränderung. Ich habe sie gestern das erste mal getroffen und ich konnte nun wirklich sagen: ich mag sie. Sie hatte Feuer in sich. Feuer und Hass auf das Kapitol. Wenn sie wollen würde, würde sie viel verändern können. Doch ich glaube, dass sie noch gar nicht realisiert hat wo sie sich befand. Was um sie herum geschah und wer sie war. Sie ist der Spotttölpel, ob sie wollen würde oder nicht. Sie ist das Gesicht der Rebellion und kann sich dagegen nicht widersetzen. Noch war sie nicht soweit, aber sie wird bald erkennen, welchen Effekt sie hatte und wird kämpfen, da war ich mir sicher. Ansonsten ... Snow wird sie töten wollen und ich denke, dass er da alle Mittel versucht. Und wenn er sie nicht töten kann, dann die die ihr wichtig waren. Ihr angeblicher Cousin, ihre Mutter. Die waren ziemlich egal, das würde niemanden im Kapitol jucken. Die einzigen die er nicht anrühren konnte waren Peeta und die kleine Schwester. Sonst konnte man die Distrikte vergessen. Dann wären Aufstände im Kapitol sicher, denn seit den 74. Hungerspielen ... lieben die Leute ihre Schwester und an einigen Ecken ... habe ich gehört, dass man Peeta gerne als Liebhaber hätte. Geht ja aber nicht, denn er ist unsterblich in unseren Spotttölpel verliebt, die auch männliche Verehrer hatte. Doch niemand würde sich trauen die Beiden in eine Affäre zu ziehen und das würden sie auch nicht zulassen. Sie würden nun heiraten, aber von Katniss' Seite aus ist das nicht echt, von dem Jungen aber ... nun ja, man sieht ihm an, dass er verliebt ist.

Ich seufzte und schüttelte kaum merklich den Kopf, während ich durch einen Garten gehe. Ein Garten ... ein sicherer Ort. Das war einer der wenigen sicheren Orte. Keine Friedenswächter und man konnte hier auch schlecht überwachen. Ich war mir nicht mal sicher, ob Snow diesen Garten kannte, denn er kannte sicher nicht jeden Fleck in seinem Land. Es war ein schöner Tag und ich habe mir erlaubt meinem Team und mir heute frei zu geben ... das würde jedem mal gut tun und die meisten schliefen sicher noch, nach der Party gestern.
Ich sah mich im Garten um als ich ein rothaariges Mädchen erblickte. Ich hatte sie in letzter Zeit immer wieder bei Prosper Trinket gesehen. Dieser Mann war alles andere als vertrauenswürdig. Soweit ich wusste ... war sie auch ein Avox-Mädchen. Sie wurde bestraft indem sie ihre Zunge abgeschnitten hatten. Ich erkannte, dass nun auch sie mich erkannte und mir zuwinkte. Ich kramte in meinem Gedächtnis nach ihrem Namen, versuchte mich zu erinnern als Trinket ihn mal sagte. "Lavinia hol mal-" Ich merkte nicht wie ich meine Augen schloss, aber ich öffnete sie sogleich wieder. Lavinia! Somit ging ich nun zu ihr rüber. Setzte mich auf das weiche, grüne Gras. "Guten Tag.", meinte ich und lächelte sie an. Welchen Verrat hatte sie wohl gemacht? Welche Art Verrat? Ich sah mich kurz um. Selbst hier - wo ich mir fast sicher war vorhin, hatte ich Angst, dass wir belauscht werden könnten. 4 Jahre hütete ich jetzt zwingend meine Zunge. Ich wette sie kannte mich hauptsächlich davon und meinem kleinen Erfolg als Regisseurin. Mich kannten die meisten. Die Frau die ihre Meinung immer sagte. So werde ich in vielen Köpfen zu finden sein. Aber ja, so war ich. Schon als Teenager. Und als ich zwanzig wurde, erfolgreich wurde und es immer mehr an die reichen Leute trat ... wurde ich bestraft. Dieses Feuer damals ... das war Snow. Das war 100%ig Snow. Keine Kerze würde sowas können. Aber eigentlich hatte ich Glück. Als nächstes wäre meine Zunge dran gewesen. Ich wäre dann ein Avox. Müsste den Tributen und, oder einem reichem Kapitoler dienen. Oder ich wäre gleich gestorben. "Ich habe gesehen und gehört, dass Sie ... für Prosper Trinket arbeiten ...", schnitt ich an und redete ziemlich leise. "Ist er wenigstens gut zu Ihnen?", fügte ich hinzu. Mir war natürlich klar, dass sie nicht sprechen konnte, aber nicken und ich wusste, dass die Avoxe meistens Stift und Papier mit sich herumtragen, sollte der Fall kommen sie müssten kommunizieren. Essen bestellen oder sonst etwas. Aber ich wollte es wissen. Ich wusste wie  einige Kapitoler waren. Liebschaften, Gewalt. Alles dabei und diesem Köter von Snow ... würde ich alles zutrauen.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Di Aug 05 2014, 01:34

Lavinia II Cressida


Trinket hatte mich mehr oder weniger vor Snow gerettet oder vor den Spielemachern, die nicht so zimperlich waren. Solange Trinket Macht hatte und das Ansehen des Präsidenten hatte, würde es keiner wagen seinem Avox-Mädchen etwas anzutun. Wahrscheinlich wussten die anderen, dass es dem Mann dabei nicht um mich ging... Er mochte es nur nicht, wenn ein anderer sich etwas nahm, was ihm gehörte. Und ich gehörte Prosper Trinket seit er mich in sein Büro gerufen hatte und mich wegen Everdeen und Mellark verhört hatte. Ich gehörte ihm bis Snow mich ihm wieder nahm. Irgendwie hoffte ich... dass es nie geschah. Ich hasste den Mann, ja. Aber ich bekam genug zu essen, ich durfte lesen, was ich wollte und das einzige, was er von mir verlangte, waren kleine Tätigkeiten, Gesellschaft und Informationen. Ein Avox wurde selten beachtet und so ließ er mich hin und wieder im Palast des Präsidenten stehen, während er bei diesem war. Danach... In seinem Haus befragte er mich dann. Klatsch schien ihm nicht sonderlich wichtig zu sein aber er merkte auf, wenn ich ihm von der Unzufriedenheit eines Bewohners erzählte oder wenn jemand eine bestimmte Ware nicht bekommen hatte, die in einem der Distrikte hergestellt wurden. Ich war seine Informantin und ich hasste mich dafür aber auch ihn, dass er mich dazu zwang und dass er mir die Logik dieses Geschäfts klar gemacht hatte. Wahrscheinlich hatte er ohnehin nicht nur mich als Spion aber ich war wahrscheinlich der einzige, der ihn nicht verraten konnte. Es war klug von ihm gewesen sich eine Avox zu holen... Klug und berechnend war der Mann und grausam... Die Frage war nur, wie lange er Snow noch halten konnte. Snow war grausamer und klüger als er und letztlich war Prosper Trinket nichts anderes als ein Bluthund, Snows Bluthund. Wenn der Präsident ihm befahl, mich freizugeben, dann würde er es tun. Das war mir klar... aber solange ich bei ihm war, beschützte er mich vor der Grausamkeit des Kapitols. Ich wusste, dass ich es nicht verdient hatte... Mein Jacob und mein Baby waren tot und ich... Ich diente Snows Berater.

Als ich Cressida McCoy sah, winkte ich ihr lächelnd zu. Sie kam zu mir und ich holte Stift und Papier aus meiner Tasche. Trinket hatte mir den Befehl gegeben immer Papier und Stift zu haben. Das hatte ich zwar auch vorher aber nicht immer. Vorher hatte es ja keinen gegeben, der immer mit mir sprechen wollte. Als ich einmal ohne Stift und Papier bei ihm gewesen... Er war wütend gewesen und hatte mich als dumme Gans bezeichnet aber Trinket hatte mich nicht geschlagen. Dafür hatte er sich wohl zu gut in der Gewalt.
Cressida sprach mich an und ich lächelte traurig. Ich arbeite nicht für ihn., schrieb ich auf das Blatt. Ich gehöre ihm. Ich bin sein Eigentum bis Snow mich ihm wieder abnimmt.
Ich hoffte immer noch, dass das nie geschah. Vielleicht hatte mich der Präsident auch einfach vergessen...
Sie fragte mich, ob Trinket gut zu mir sei und ich dachte über die Frage nach... Wäre er wirklich gut zu mir, dann würde er mir zu fliehen helfen. Doch ich hätte es auch schlechter treffen können.
Er schlägt mich nicht. Er gibt mir genug zu essen und er verhöhnt mich auch nicht aus Spaß. Er hat auch nie versucht mich gegen meinen Willen zu nehmen. Ich denke... Ich könnte es schlechter treffen., antwortete ich der Frau schriftlich.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Fr Aug 08 2014, 19:08

Lavinia II Cressida

Vielleicht liebte sie ihn ja mittlerweile doch? Vielleicht hat sie sich mit der Zeit wirklich in ihren Verlobten verliebt. Trotzdem, alles was sie tut ist ein rebellischer Akt. Die Beeren. Die Hochzeit. Unterbewusst oder bewusst, ganz gleich. Sie ist unser Symbol. Der Hoffnung, der Rebellion. Sie strahlt vieles aus und sie würde es schaffen, das Kapitol zu stürzen und die Distrikte aus ihrem Leid zu befreien. Diesmal würde die Rebellion auch nicht schief gehen. Alles wird glatt laufen. Und ihr ... bekommt eure Rache., dachte ich kurz an meine Eltern. Sie werden gerächt. Warte., befehl ich mir. Im Grunde bist du doch selbst schuld. Ich lies meinen Blick sinken. Stimmt ja. Meine Familie ist nur gestorben, weil ich schlaues Kind einfach nicht hören wollte. Ich habe über Panem, die Regierung, die Gerechtigkeit und über das Kapitol geschimpft. Ich bin mit einer Warnung davongekommen, aber diese hatte einen hohen Preis. Meine Eltern waren tot. Was wäre die zweite Warnung? Genau, ich wäre zum Avox geworden. Und wenn ich dann auch schriftlich weitergemacht hätte ... wäre ich gefoltert und hingerichtet worden. So wie man das mit Verrätern machte.

Ich war sehr überrascht ein Avox-Mädchen hier zu treffen und dann auch noch eins von einem sehr wichtigen Mann. Prosper Trinket war Berater und das Hündchen von Snow. Er ist wohl einer der ältersten Berater von Snow. Mit den obersten Spielmachern, aber dieser wechselte sich ja immer wieder, da der vorige seiner Arbeit nicht gerecht wird. Seneca Crane war oberster Spielmacher als unser Spotttölpel den Akt der Beeren machte. Das war sein 3. Jahr und dann hatte er es versaut. Nun ja, gut für uns Rebellen. Ich schüttelte kaum merklich den Kopf und ging rüber zu dem rothaarigen Mädchen. Ich konnte mich wage an ihren Namen erinnern, weil Prosper ihn einmal nannte. Ich begrüßte sie und sagte das was ich gehört und gesehen habe. Ihre Antwort war zu erwarten: sie arbeitete nicht für den Hund, sondern ... er sah sie als sein Eigentum an. So ein Unsinn. Man kann Menschen nicht besitzen ...
Ich seufzte kaum merklich und fragte gleich, ob sie wenigstens gut behandelt wird. Sofort schrieb sie etwas auf ihren Block und reicht ihn mir. Er schlägt mich nicht. Er gibt mir genug zu essen und er verhöhnt mich auch nicht aus Spaß. Er hat auch nie versucht mich gegen meinen Willen zu nehmen. Ich denke... Ich könnte es schlechter treffen., ich nickte leicht. "Gut ...", meinte ich und gab ihr den Block zurück. "Das ist ein sehr schwacher Trost. Aber ein Trost."
Für einen Moment schwieg ich und sah geradeaus. "Ich hasse es hier ...", grummelte ich leise, aber so, dass es Lavinia noch hören konnte. "Alle Kapitoler halten sich für was besseres ... sie haben eine totale Gehirnwäsche abbekommen."
Wieder ein Schweigen und ich beachtete die Avoxin nur noch im Augenwinkel. "Alle ziehen sich an wie kleine Paradisvögel. Trinken etwas damit sie kotzen, damit mehr reinpasst und in den Distrikten? Da verhungern Menschen.", murrte ich weiter bis ich das Seufzen anfange und die rothaarige ansehe. "Tut mir leid ... aber das ich so denke ... wird dir sicher nicht neu sein. Nicht da du dem ... Hündchen von Snow gehörst.", sagte ich und betrachtete sie. Sie war jünger als ich, aber welcher Verrat war das nur? Und wo kam sie ursprünglich her? So viele Fragen, die ich aber vorerst nicht stellen werde. Ich war zu gut erzogen dafür. Trotzdem ... mich interessierte es. Mich interessierte das bei jedem Avox, so als Rebellin. Snow wird für alles bezahlen.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Fr Aug 08 2014, 20:05

Lavinia II Cressida

Trinket war gestern recht spät nach Hause gekommen... Ich hatte nicht direkt auf ihn gewartet... Eigentlich war ich die meiste Zeit in seiner Bibliothek gewesen, hatte mir die Bücher angesehen und Musik gehört. Als er schließlich nach Hause gekommen war, war ich in dem Raum eingeschlafen. Ein Buch fest in meiner Hand und eingekuschelt in einem der Sessel. Als mir Trinket das Buch abgenommen hatte, war ich erwacht und sofort war da die Angst... Die Angst, dass er mich anschreien und schlagen würde, weil ich in dem Raum ohne ihn war. Doch der Mann war einfach nur müde gewesen und hatte mich gefragt, ob ich den Abend ohne ihn genossen hätte. Schüchtern hatte ich genickt und sein Lächeln gemerkt. Ich hasste ihn, ja. Aber irgendwie... Er war nett, wenn er nicht gerade schlechte Laune hatte. Am meisten hasste ich wohl diesen Teil... Wenn er wütend war, dann konnte er sehr laut sein und ich fragte mich, ob er mich nicht doch irgendwann schlagen würde... Ich müsste nicht mal der Grund dafür sein. Aber inzwischen glaubte ich nicht mehr, dass er das wirklich tun würde. Dafür hatte es schon zu viele Gelegenheiten gegeben.
Trinket hatte mir sogar meine Fragen beantwortet und ich war erleichtert gewesen, dass es Katniss gut ging. Sie und Peeta waren nun verlobt und ich wusste, dass Trinket es ihnen nicht wirklich abnahm. Auf meine stumme Frage, ob er auch seiner Tochter begegnet war, hatte der Mann lediglich genickt. Schließlich hatte er mir gesagt, dass ich ins Bett gehen solle und mir einen schönen Tag für den nächsten gewünscht. Er kam mir so vor als ob er mir noch was sagen wollte, da er mich gefragt hatte, ob ich zu Plätzen gehen würde, die sehr voll seien. Ich hatte den Kopf geschüttelt und er sah erleichtert aus.

Nun war ich im Park und hatte ein Buch gelesen, das ich mir genommen hatte. Doch als ich Cressida gesehen hatte, hatte ich ihr zu gewunken und sie war zu mir gekommen. Ich war leicht überrascht, dass sie meinen Namen kannte aber vielleicht hatte sie gehört, wie Prosper Trinket ihn mal genannt hatte. Das war auch einer der.. Vorteile von ihm. Er bezeichnete mich nicht als Ding, nur wenn er wirklich verärgert war. Dann sagte er manchmal dummes Ding aber sonst behandelte mich der Mann wie einen normalen Menschen. Wenn wir allein waren, dann sagte er auch bitte, wenn er wollte, dass ich etwas holte.
Natürlich verbesserte ich Cressida als sie meinte, dass ich für ihn arbeitete. Ich gehörte Trinket. Der Präsident hatte mich ihm geschenkt. Vielleicht, weil er länger als Berater durchgehalten hatte als alle anderen. Vielleicht weil Trinket ihm immer treu gedient hatte und niemals etwas Schlechtes vorgeschlagen hatte. Ich wusste nicht genau, ob Trinket mich wirklich als Eigentum ansah... Am Anfang hatte er es mal gesagt aber er hatte danach nie wirklich „du gehörst mir“ gesagt.
Es war, wie ich Cressida schrieb. Er behandelte mich gut... Besser als so manch anderer. Bevor ich zu Trinket gekommen war, hatte ich einem aufbrausenden Spielemacher gedient, der kein Problem damit gehabt hatte mich zu schlagen. Ich fragte mich, ob er auf Trinket sauer war, weil er ihm seine Dienerin mehr oder weniger genommen hatte oder ob er schnell eine andere gefunden hatte.
Ich lächelte als Cressida meinte, dass dies ein schwacher Trost sei. Eigentlich hätte ich ihr das nicht erzähle sollen... Wahrscheinlich würde Trinket mir auch raten, dass ich erzählen sollte, dass er seinem Ruf alle Ehre machte. Nur wusste ich nicht, ob man mir das glauben würde. Ich war nicht mehr so dünn, wie damals als ich in seine Dienste kam und dadurch, dass ich mich in seinem Haus und Garten frei bewegen konnte, war ich auch nicht mehr so blass. Kurz herrschte Schweigen und ich strich über den Einband des Buches.
Doch als Cressida ihre Stimme erhob, sah ich die junge Frau an und lauschte ihr. Sie hatte Recht... Jeder im Kapitol schien glücklich zu sein und sie interessierten sich nur für Klatsch und welcher Tribut wohl am besten sein würde. Was sich der neue Spielemacher ausdenken würde und ob die nächsten Spiele noch blutiger und tragischer wurden. Was für ein Kleid Katniss bei der Hochzeit tragen würde und die Babys von Peeta und ihr bestimmt entzückend sein würden. Immer wenn ich Trinket davon schrieb, rollte er mit den Augen und meinte: „Schön und gut aber hast du auch etwas Interessantes erfahren?“
Als sie weitersprach, hatte ich das Gefühl Trinket zu hören, wie er sich über die Gepflogenheiten der Kapitoler beschwerte und konnte mir ein Kichern nicht verkneifen. Ich nickte auf ihre Frage, beugte mich über das Blatt und schrieb: Er redet manchmal auch so. Dass es für die Unmengen von Essen bessere Verwendungen gibt und man sich nicht zum Essen zwingen soll, selbst wenn man diese Mittel hat. Außerdem... Nunja, er sagt, dass Avoxe immer noch Menschen sind. Wahrscheinlich würde Cressida überrascht sein aber Prosper Trinket fiel aus der Reihe. Er trug keine farbigen Sachen, er aß bis er satt war und vor mir hatte er nie eine Dienerin gehabt. Außerdem verlangte er keine Dinge von mir, die ich nicht wollte. Trinket hielt einen gebührenden Abstand zu mir und das einzige, was er tat, war meine Hand zu nehmen, wenn ich mit ihm nicht Schritt halten konnte.
Im Grunde hatte Trinket mich nur angefordert um etwas über Katniss zu erfahren und um dich vor Snows Wüten zu beschützen...
Ich sah zu der Frau und lächelte leicht. Sie schien neugierig zu sein und so schrieb ich ihr, dass ich aus meinem Distrikt geflohen war aber man mich erwischte. Ich schrieb ihr, dass ich zuerst einem Spielemacher, dann Katniss und Peeta und dann schließlich Prosper Trinket diente. Kein Wort über Jacob... Einmal hatte Trinket mich nach ihm gefragt und dann nie wieder.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Mi Aug 13 2014, 17:38

Lavinia II Cressida

Unser Spotttölpelchen würde es schaffen. Sie würde es schaffen Panem aus seinem Leid zu befreien und uns in ein neues Zeitalter führen. Snow wird stürzen und ich wette die Präsidentin aus 13 will dann seinen Platz einnehmen. Hat sie auch verdient. Jahrelange Vorbereitung. Die Rebellen, ich meine, wir haben nur auf so jemanden wie Katniss Everdeen gewartet. Jemand der Hoffnung schenkt. Der die Menschen dazu bewegt zu kämpfen und jetzt ist sie da. Mittlerweile befinden sich immer mehr Distrikte im Aufstand. 11... 8... 3... einfach perfekt. Das Kapitol wird immer mehr von der Versorgungskette abgeschnitten. 11... wo das Essen herkommt. Landwirtschaft. 8 ... wo Textilien hergestellt werden. 3 ... Elektronik. Wir müssen nur noch einige Distrikte auf unsere Seite ziehen und ich bin mir sicher, dass wir mit Katniss' Hilfe auch das hinkriegen.

Das Lavinia von Prosper Trinket nicht körperlich ausgenutzt wurde ... erleichterte mich. Ich fand man sollte Avoxe beschützen, vor allem, wenn man zu den Rebellen gehörte. Ich gehörte zu ihnen und die Avoxe im Grunde auch. Sie sind Verräter. Verräter im Augen des Kapitols. Schließlich sprach ich meine Gedanken über das Kapitol und den Leuten laut aus. Ich sagte, wie ich es hier hasste und wieso ich die Leute hasste. Paradisvögel. Es gab nur wenige Ausnahmen. Doch dann entschuldigte ich mich bei dem stummen Mädchen. Auch wenn sie mich wohl auch so im Gedächnis hat, vor allem, weil sie ja nun Snows Hündchen gehörte. Gehören ... als würde man Menschen besitzen können. Gut. Ich habe das schon in den Geschichtsbüchern gelesen. Damals ... lange, lange vor unserer Zeit haben unser Vorfahren auch Menschen verkauft und sie wie Sklaven schuften lassen. Wir fallen also immer mehr in alte Muster. Aber loben würde ich unsere Vorfahren auch nicht. Sie haben uns schließlich auch keinen wirklich gesunden Planeten zurückgelassen. Ob sie jemals an die Nachkommenden Menschen dachten? Sicher nicht. Egoismus war früher nicht selten. Und auch heute gibt es Menschen ... die von Egoismus leben.
Lavinia schrieb etwas auf ihren Block und ich beobachtete ihre Finger, bis sie mir das Blatt hinhielt. Ich las es und nickte leicht. "Ich kann ihn dennoch nicht leiden. Er ist Snows Hündchen. Und wer Snows Freund ist ... ist mein Feind.", sagte ich ernst und seufzte dann, ehe ich wieder in die Ferne sah. Dieses Thema war nicht leicht und ich musste aufpassen was ich sagte. Ich wollte das Mädchen nicht irgendwie in Schwierigkeiten bringen.
Ich blickte wieder zu mir und dann las ich das was mich schon lange interessierte: sie schrieb mir ihre Vergangenheit. Ich nickte. "Das du dem Spott... ich meine, dass du Katniss und ihrem Verlobten gedient hast, wusste ich. Aber ich wusste nicht, weshalb du bestraft wurdest.", sagte ich und lächelte schief. "Wohin... wolltest du fliehen?", fragte ich sie leise. Auch an so einem Garten, der weit weg von der Stadt war ... musste man auf der Hut sein.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Sa Aug 16 2014, 21:47

Lavinia II Cressida


Ich konnte den erleichterten Ausdruck auf Cressidas Gesicht sehen und fragte mich... ob es im Kapitol dieses Gerücht gab. Dass sich Trinket mir ungebührlich näherte und er mich körperlich ausnutzte? Der Gedanke gefiel ihm bestimmt nicht und auch mir gefiel er nicht. Immerhin trauerte ich um Jacob und Trinket... Trinket trauerte immer noch um seine Frau. Ob ich auch so werden würde? 40 Jahre hatte der Mann keine andere Frau an seiner Seite gehabt und er schien auch keine andere haben zu wollen. Es schien eher als ob er jedes Gefühl und jedes Bedürfnis abgetötet hatte. Das einzige, was der Mann von mir wollte, waren Informationen und Gesellschaft. Er wollte nur, dass jemand bei ihm war, der nichts von seiner Vergangenheit wusste oder darüber tuschelte, wie er sich seiner Tochter gegenüber verhielt. Er hatte mir einmal gesagt, dass Prosper Trinket wohl nicht mehr lange hatte. Immerhin war er schon recht alt und meiner Meinung nach hatte er wohl auch keinen richtigen Lebenswillen mehr. Er machte weiter, weil sein Körper nicht aufgab und weil es immer noch seine Tochter gab. Ich sah auf das Buch und seufzte leicht bei dem Gedanken, dass ich bei Trinkets Tod wieder zu einem der brutaleren Spielemachern kommen könnte.
Ich hörte der Frau zu, die schon nicht begeistert gewesen war, dass ich Trinket gehörte. Aber es war immer noch besser bei ihm zu sein als bei anderen. Ein anderer Mann würde mir wohl keinen freien Tag geben, sondern hätte mir wohl eher gesagt, dass ich in meinem Zimmer bleiben sollte.
Ich schrieb der Frau, dass Prosper Trinket auch mit ein paar Dingen im Kapitol nicht einverstanden war. Ich wusste das, denn seltsamerweise war er zu mir ehrlicher und offener als zu anderen Menschen. Wahrscheinlich, weil er genau wusste, dass ich ihn nicht verraten würde. Ich konnte nicht sprechen und selbst wenn ich jemanden davon schreiben sollte... Wer würde mir das glauben? Außerdem würde ich mir doch ins eigene Fleisch schneiden, wenn ich ihn verriet.
Ich hörte die Antwort von Cressida und lächelte. Ein Freund von Snow...
Prosper Trinket mochte vielleicht so tun als ob er dem Präsidenten treu ergeben war aber ein Freund war er trotzdem nicht. Trinket hatte keine Freunde, zumindest nicht mehr. Crane war sein letzter Freund und der war tot.
Snow hatte ihn getötet...
Er hat keine Freunde... Crane war sein letzter Freund und wahrscheinlich war der Mann das auch nur, weil Trinket sich allmählich einsam gefühlt hat. Er mag zwar alles für Snow tun aber nicht wegen Snow. Er tut das, weil... er glaubt, dass Snow bei all seiner Schrecklichkeit immer noch besser ist als Krieg.
Wahrscheinlich wäre Cressida das egal... Sie war offenbar eine Art Rebellin und würde Trinket wohl eher für diese Meinung verachten. Sie würde ihm Feigheit vorwerfen und vielleicht war er auch feige. Aber nicht wegen ihm sondern wegen seiner Tochter und... vielleicht auch wegen mir.
Ich schrieb nach einer Weile meine Vergangenheit auf, wobei ich Jacob und mein Baby außen vor ließ.
Das ging niemanden etwas an. Cressida wollte wissen, wohin ich fliehen wollte und ich zuckte mit den Schultern. Es war Jacobs Idee gewesen zum 13. Distrikt zu fliehen. Ich wollte einfach nur weg. Weg von meinem Distrikt, weg von der Aussicht, dass mein Baby in den Spielen sterben könnte. Weg von der Aussicht, dass mein Baby dem Kapitol auf irgendeine Art und Weise diente.
Nicht hier her jedenfalls. Hätte man mir gesagt, dass es scheitern würde, wäre ich nicht gegangen. Ich wollte nur weg sein und jetzt ist meine Familie tot und ich... kann nur hoffen, dass Trinket sein Versprechen erfüllt und mich schützen kann., schrieb ich ihr und sah Cressida an.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Fr Aug 29 2014, 20:22

Lavinia II Cressida

Ich könnte auch einer sein. Einer von ihnen. Nie wieder würde meine Stimme in die Welt gelangen. Ich wäre verstummt. Aber sowas macht man normal eben mit Verrätern und Unruhestiftern. Und ich war einer. Ich habe Jahre lang meine Meinung im ganzen Kapitol herumposaunt. Die die was mit mir zu tun hatten, fürchten mich meistens wegen meiner 'skrupellosen' Meinung. So verlor ich auch schnell Freunde. Und dann. Dann wurde ich berühmter. Meine Filme wurden ein großer Erfolg. Auch mein Vater hatte mit der Zeit eingesehen, dass ich meinen Mund halten sollte. Das könnte einfach gefährlich werden. Tja, aber habe ich auf ihn gehört? Natürlich nicht. Ich habe weitergemacht. Und so kam meine Meinung zu den reichen, einflussreichen Kapitolern. Zu den Spielmachern und am Ende, zu den Beratern von unserem geliebten Präsidenten. Als er es erfuhr, hat er natürlich nicht lange gewartet. Ich musste einfach stumm gestellt werden. Ein Zeichen musste also her. So brachten Snows Leute meine Familie um. Liesen sie in einem brennenden Haus zurück. Man sagte mir, es war ein Unfall. Das aber habe ich nie geglaubt. Der Präsident, wollte mich kontrollieren und das schaffte er teilweise. Ich hielt seitdem meinen Mund in der Öffentlichkeit und bin ich auch eine Rebellin. Mir wurde auch Therapie zugeordnet. Ich sollte das traumatische Erlebnis wegen den Tod meiner Eltern verarbeiten. Übrig geblieben ist nur meine Rachsucht und mein Hass.
Auf meine Aussage hin, dass Prospers Snows Freund hin, schrieb Lavinia, dass er keine Freunde hatte  musste ich leicht schmunzeln. "So genau... war das nicht gemeint. Snow hat sicher auch keine Freunde. Gelegentlich ... Verbündete. Ich meinte damit mehr wer zu ihm hält, verstehst du? Mir ist egal warum er zu ihm hält, fakt ist: er tut es. Ich verabscheue solche Menschen. Sie sind... nein.", erklärte ich und drehte meinen Kopf wieder in die Ferne. Manchmal hasse ich mich heute noch selbst für das was meiner Familie angetan wurde.
Nicht hier her jedenfalls. Hätte man mir gesagt, dass es scheitern würde, wäre ich nicht gegangen. Ich wollte nur weg sein und jetzt ist meine Familie tot und ich... kann nur hoffen, dass Trinket sein Versprechen erfüllt und mich schützen kann., schrieb Lavinia und ich las es. Danach musste ich schlucken. "Ja, das du hier nicht hin wolltest ... war mir klar. ... Es tut mir leid, mit deiner Familie und so.", sagte ich und fing an zu überlegen. Sollte ich ihr erzählen, dass es 13 gab? Weiß sie es vielleicht? Aber ich schwieg lieber. Ich fand es besser ihr nichts zu erzählen. Ich weiß ja auch nicht, wie viel sie ihren Brotherren erzählte. Vielleicht sogar alles. Sie ist zwar eine Avoxin, aber hatte sicher Angst. Und Furcht... ist stärker als alles andere, das ist jedem bekannt. Deswegen hat das System auch so lange funktioniert. Dieses beschissene System, ich bin ehrlich froh, dass das nun so auf der Kippe stand.
Ich sah wieder auf den Block, auf den Lavinia wieder was geschrieben hatte. Ich muss langsam wieder nach Hause. Willst du mich begleiten?
Ich dachte über diese Worte wirklich nach. Wollte ich wirklich in die Höhle des Löwens? Naja, wieso nicht ... vielleicht finde ich etwas heraus, was uns helfen kann. Unbewusst natürlich. "Sehr gern.", antwortete ich also und stand auf.
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BeitragThema: Re: Rebellion with no voice   Mi Sep 03 2014, 18:39

Lavinia II Cressida

Cressida McCoy... Natürlich sagte der Name etwas aber nicht etwa von ihrer Berühmtheit her sondern eher von Trinkets Akten. Er führte genau Buch wer dem Kapitol und dem Präsidenten gefährlich werden könnte und wie man ihm zum Schweigen bringen konnte. Trinket war für Snow eine Konstante und wahrscheinlich hoffte der Präsident, dass sein ältester Berater genauso lange leben würde wie er selbst. Trinket war der Mann an den sich Snow wandte um Unruhestifter im Kapitol zum Schweigen zu bringen und der alte Mann hatte über die Jahre ein perfektes System geschaffen. Geld, Spitzel, die ihm Informationen über die Unruhestifter beschafften , Erpressung und Blut... Das alles hielt Snows brüchiges Reich zusammen und Trinket war wohl der Einzige, der es wirklich durchschauen konnte. Er hatte dieses System über die langen Jahre seines Dienstes als Berater erschaffen und wusste, wen er womit erpresste, wen er mit Geld bezahlte und bei wem ein Todesfall in der Familie ausreichte um das Schweigen zu sichern. Denn Menschen, die sich die Schuld für den Tod ihrer geliebten Mitmenschen gaben, neigten eher dazu zu schweigen als für weitere Morde verantwortlich zu sein. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Trinket Cressida gekauft hatte aber auch Erpressung war wohl nicht wirklich möglich. Bei ihr hatte er wohl den Weg gewählt vor dem mir graute.
Ja, Trinket war kein netter Mensch aber irgendwie widerstrebte es mir trotzdem, dass Prosper Trinket einen oder mehrere Morde befohlen hatte mit dem Hinweis, dass diese wie ein Unfall aussehen sollten. Auf der anderen Seite musste er sich den Namen „Bluthund“ erarbeitet haben, wobei ich in den ersten Wochen meines Dienstes nicht wirklich geglaubt hatte, dass das Blut in dem Wort wirklich wörtlich zu verstehen war. Manchmal brachte Erpressung, Bezahlung und Mord mehr als jemandem brutal die Zunge rauszureißen. Außerdem war Cressida bekannt und es würde zu viele Fragen geben, warum sie ein Avox sein musste.
Manchmal fragte ich mich, ob Snow wirklich wusste, was Trinket alles tat um den Präsidenten zu halten und was Trinket im Geheimen tat. Der alte Mann war klug genug um zu wissen, dass jedes System irgendwann zusammenbrechen würde und dabei war es vollkommen egal, wie man die Bürger in dem Staat behandelte. Er hoffte wohl einfach, dass er schon lange genug tot war bevor dies wirklich geschah.
Ich hatte Cressida widersprochen, dass Trinket Snows Freund war. Vielleicht betrachtete der Präsident ihn als seinen Freund aber Prosper Trinket betrachtete niemanden als seinen Freund. Er hatte keine und Seneca Crane war wohl eher... eine Art Versehen gewesen. Ich wusste wie Cressida den alten Mann sah. Feige und auf seinen Vorteil bedacht. Ich schwieg und sah in die Ferne. Ja, vielleicht war Trinket feige... Zu feige um die Ideale seiner Frau durchzusetzen und zu grausam um wirklich etwas an sich ändern zu können.
Ich sah weiterhin in die Ferne, während Cressida meine Worte wegen meiner Flucht las und biss mir leicht auf die Unterlippe. Ich hatte nicht hier sein wollen und ich hätt mir auch niemals gedacht, dass ich mal dem ältesten Berater von Snow dienen würde. Prosper Trinkets Name war in den Distrikten... eine Art Phantom. Niemand wusste genau, ob es diesen Mann wirklich gab und wie weit sein Einfluss in den Distrikten reichte. Er war Friedenswächter im 12. Distrikt gewesen und hatte vor seiner Tätigkeit als Snows Berater in eben dieser Verwaltung gearbeitet. Heute wusste ich, dass Trinket immer noch seine Finger in dieser Verwaltung hatte und er war zu sehr Intrigant und zu berechnend um die Kontrolle fahren zu lassen. Nicht mal Snow würde ihn dazu bringen können, vor allem da er offiziell nichts mit den Friedenswächtern zu tun hatte. Ich wusste nicht, ob ich Trinket etwas von diesem Gespräch erzählen würde oder was die Inhalte waren... Im Grunde erzählte ich dem Mann alles, was er wissen wollte. Immerhin hatten wir beide ein Geschäft: Ich arbeitete für ihn und er sorgte dafür, dass mir nichts passierte. Sollte der Alte denken, dass ich ihn hinterging, würde er mich fallen lassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder auch nur einen weiteren Gedanken an mich zu verschwenden. Angst spielte bei mir nur eine untergeordnete Rolle, auch wenn sie da war. Es war eher... der Austausch von Loyalitäten, der mich vor einem Verrat bewahrte. Durch Trinket war ich pragmatischer geworden und nicht mehr so naiv um zu glauben, dass ihm etwas an meiner Person lag.
Schließlich schrieb ich Cressida, dass ich nach Hause musste oder wollte... Ich wusste es nicht so genau. Trinket wollte mich an diesem Tag nicht sehen und ich konnte mir vorstellen, dass er in seinem Büro oder in der Bibliothek war. Er würde Cressidas Anwesenheit nicht einmal bemerken und so sah ich sie fragend an. Ich lächelte als sie zustimmte und erhob mich um mit der blonden Frau aus dem Park zu gehen. Schweigend gingen wir durch die Straßen bis wir Trinkets Haus erreichten. Ich sah zu den Fenstern und lächelte leicht als ich sah, dass in seinem Büro Licht war. Ich schloss die Tür auf und ließ Cressida rein. Zum Glück musste ich nicht klingeln, denn ich konnte ahnen, dass Trinket nicht begeistert sein würde. Ich legte den Schlüssel an seinen Platz und ging mit Cressida in die Küche. Dort machte ich Tee und öffnete die Geschirrmaschine, die natürlich leer war. Ich machte ein unwilliges Geräusch und seufzte leicht. Hätte ich sprechen können, würde ich so etwas sagen wie: “Typisch... Wahrscheinlich hat er heute Morgen auch gar nichts gegessen und ich hätte mir das Frühstück für ihn sparen können.“ Ich drehte mich um und lächelte Cressida unsicher an.
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